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vom 31.10.2011
vom 23.10.2011
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Holzheizer sind Sparmeister

Kachelöfen: alt bekannt und neu entdeckt

Die besondere Wärme - ökologisch und heizkostensparend

Die Preise für fossile Energieträger klettern unaufhaltsam, während die Kosten für Holz seit vielen Jahren stabil sind. Die meisten Kachelöfen werden mit den guten alten Holzscheiten befeuert. Alternativen – vor allem für Ganzhausheizungen - sind aber auch Pellets. Die Kosten und die Wirkung dieser beiden erneuerbaren Energieträger wurden in einer ganz aktuellen Studie (Juli 2008) mit Heizöl, Erdgas und Strom verglichen. Dabei kam nicht nur heraus, dass man mit Holz besser – weil billiger – heizt. Die Preisunterschiede sind geradezu dramatisch.

Holzheizer sind Sparmeister

Derzeit zahlen Ölheizer um 1.376 Euro mehr im Jahr für ihren Brennstoff als jene, die auf Pellets setzen und um über 1.500 Euro mehr als Scheitholzheizer. Weit abgeschlagen auch das Erdgas: Die Kosten sind hier um rund 37 Prozent höher als bei Pellets und um mehr als 64 Prozent höher als bei Scheiten. Wer mit Holz heizt, spart also weit über die Hälfte seiner jährlichen Brennstoffkosten. Grundlage für diesen Jahresbrennstoffkosten-Vergleich für unterschiedliche Heizsysteme war übrigens ein Einfamilienhaus mit 200 m Wohnnutzfläche und einem errechneten Energieverbrauch von 100 kWh/m. Verglichen wurden die Heizkosten bei Verwendung von Heizöl – extra leicht, Erdgas, Strom, Holzpellets und Scheitholz für ein ganzes Jahr. Die Grafik zeigt das Ergebnis in Euro, wobei die jeweils zu zahlenden Steuern in die Gesamtkosten eingerechnet wurden.

 
Quelle: Österreichischer Kachelofenverband

Im Gegensatz zu manchen anderen Darstellungen hat der Österreichische Kachelofenverband bei dieser Studie nicht nur einfach die Kosten der Energieeinheiten gegeneinander aufgerechnet. Wie die folgende Grafik zeigt, wurde auch berücksichtigt, wie viele Kilowattstunden (kWh) die jeweilige Einheit bringt und wie hoch dabei der Wirkungsgrad ist. Denn erst wenn diese Kenngrößen zusätzlich eingerechnet werden, kann man die Kosten einer bestimmten Energieleistung – sprich: die tatsächlich gelieferte Wärme im Haus – auf den Cent genau angeben.

 
Quelle: Österreichischer Kachelofenverband Stand: Juli 2008

Abgesehen von den geltenden Strom- und Gaspreisen der Energieversorgungsunternehmen wurden die aktuellen Kosten für Heizöl EL und Pellets im April 2006 bei „Lagerhaus“ erhoben und der Holzpreis bei der Energieberatungsstelle Steiermark.

Ein Kachelofen macht aber abgesehen vom Spareffekt auch noch unabhängig von der Versorgung mit fossilen Brennstoffen, Strom oder Fernwärme und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Krisensicherheit. Auf eine individuelle Heizstätte zu verzichten, kann sich bei einem Stromausfall, Versorgungsengpässen oder einem Ausfall des örtlichen Fernwärmenetzes als unangenehmer Fehler herausstellen.
In der Übergangszeit kann der Kachelofen meist überhaupt die allenfalls bestehende Zentralheizung ersetzen. In dieser Zeit – das sind etwa drei bis fünf Monate im Jahr - reicht eine wesentlich geringere Heizleistung für die Beheizung weniger Räume aus. Der Kachelofen hilft also auch hier durch seinen hohen Wirkungsgrad (die Wärme wird dort erzeugt wo sie auch abgegeben wird) Geld sparen und stellt damit eine ideale Alternative oder Ergänzung dar.

Gesunde Behaglichkeit mit Stil

Immer mehr Menschen genießen die Möglichkeit, sich nach einem arbeitsreichen Tag im angenehmen Raumklima eines Kachelofens bei Feuerschein, Holzgeruch und Holzknistern zu entspannen. Baubiologen und Ärzte empfehlen schon seit langem die Wärmestrahlung des Kachelofens und auch neuere wissenschaftliche Studien bestätigen die hohe Bedeutung eines hohen Strahlungswärmeanteils für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Behaglichkeit des Menschen.

Ein anderer Grund für die Beliebtheit des Kachelofens sind die nahezu grenzenlosen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Ob avantgardistisch, historischen Vorbildern nachempfunden oder traditionell rustikal, ein Kachelofen wird jedem Geschmack gerecht. Er gibt dem jeweiligen Raum einen einmaligen, individuellen Charakter. Andere Heizgeräte werden meist möglichst unauffällig in der Wohnung „versteckt“, der Kachelofen aber kann sich sehen lassen. Man ist stolz auf ihn, denn schließlich hat man ihn ja irgendwie persönlich mitgestaltet.

Voraussetzung für die Umweltfreundlichkeit und das einwandfreie Funktionieren des Kachelofens ist allerdings die sorgfältige Planung und Ausführung durch einen Ofenbaumeister. Bei richtiger Auslegung des Brennraumes und der Heizzüge sind hohe Wirkungsgrade und bestmögliche Umweltverträglichkeit zu erreichen. So entspricht der Kachelofen auch heute dem aktuellen Stand der Technik. Seit Generationen überliefertes Know-how in Verbindung mit moderner Technik sichert damit höchste Qualität.

Zusammengefasst heißt die Alternative: Kosten sparendes, umweltschonendes, unabhängiges und gesundes Heizen klappt praktisch nur mit einem individuell gestalteten Kachelofen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese alt bekannte und neu entdeckte behagliche Heizform und lassen so den Kachelofen zum Inbegriff kultivierten Wohnens werden.

 
 
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